Fußgänger mit Smartphones können den Straßenverkehr gefährden

Im Scha­den­fall hilft die pri­vate Haft­pflicht­ver­si­che­rung

Eine SMS tip­pen, mit der Freun­din tele­fo­nie­ren oder mit Ohr­stöp­seln Musik hören: Rund jeder sechste Fuß­gän­ger lässt sich einer aktu­el­len Stu­die zufolge inzwi­schen vom Smart­phone ablen­ken. Das gab die Dekra-Unfall­for­schung bekannt. Eine Ord­nungs­wid­rig­keit ist die Handy-Nut­zung zwar nicht, aller­dings sehr gefähr­lich. Beim Über­que­ren der Straße wer­den so schnell mal die rote Ampel, ein Auto oder ein Rad­fah­rer über­se­hen. Ein Unfall ist dann manch­mal unaus­weich­lich und kann rich­tig ins Geld gehen – vor allem dann, wenn etwa Per­so­nen dabei ver­letzt wer­den. „Wer einem ande­ren einen Scha­den zufügt, egal, ob aus Leicht­sinn, Miss­ge­schick oder vor­sätz­lich, muss dafür gera­de­ste­hen. Im Zwei­fel haf­tet der Ver­ur­sa­cher lebens­lang mit sei­nem gesam­ten Ver­mö­gen“, erklärt Fach­jour­na­list Mar­tin Blö­mer vom Ver­brau­cher­por­tal Ratgeberzentrale.de.

Wer springt ein, wenn andere keine Haft­pflicht­po­lice haben?

Eine Pri­vat-Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist daher nach Ansicht von Exper­ten unver­zicht­bar. Den­noch haben nach Anga­ben des Gesamt­ver­bands der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV) bun­des­weit immer noch 15 Pro­zent der Haus­halte kei­nen Schutz. Gerade Gering­ver­die­ner ver­zich­te­ten oft auf eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung – und könn­ten im Scha­dens­fall keine Ent­schä­di­gung leis­ten. „Sinn­voll ist es daher, wenn die eigene Haft­pflicht­ver­si­che­rung eine soge­nannte For­de­rungs­aus­fall­de­ckung ent­hält und in einem sol­chen Fall ein­springt“, erklärt Tho­mas Doll, Lei­ter der Haupt­ab­tei­lung Sach-/HUK-Betrieb bei der DEVK.

Was eine gute Haft­pflicht­ver­si­che­rung leis­ten sollte

Eine gute Pri­vat-Haft­pflicht­ver­si­che­rung sollte aber noch wei­tere Extra-Leis­tun­gen umfas­sen. Sinn­voll für den All­tag könne es bei­spiels­weise sein, wenn die Police für Schä­den bei soge­nann­ten Gefäl­lig­keits­leis­tun­gen auf­komme, etwa wenn man bei der Nach­ba­rin im Urlaub die Blu­men gieße und eine teure Vase zu Bruch gehe oder beim Umzug des Freun­des Möbel beschä­digt wür­den. Auch eine Neu­wert­ent­schä­di­gung für Sach­schä­den, die Mie­ter in einer Woh­nung anrich­ten – etwa die Beschä­di­gung eines Wasch­be­ckens – sollte zum Leis­tungs­ka­ta­log gehö­ren. (djd)

 

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