Kommen Rührgeräte in den Himmel ?

Ein Film über Nach­hal­tig­keit ab 29. Sep­tem­ber 2016 bun­des­weit im Kino

Car­men stammt aus der Schweiz und stu­diert Design im exo­ti­schen Thü­rin­gen. Nach­dem ihr nagel­neuer Mixer bei dem auf­wüh­len­den Ver­such, einen Kuchen zu backen, den Geist auf­ge­ge­ben hat, ent­deckt sie auf einem Jenaer Floh­markt ein Rühr­ge­rät aus DDR-Zei­ten. Es leuch­tet in grel­lem Orange, ist deut­lich älter als sie selbst – und trotz­dem noch tadel­los in Form. Es heißt RG 28. Car­men ist von dem Rüh­rer aus dem „Elek­tro­ge­rä­te­werk Suhl“ fas­zi­niert. Um hin­ter das Geheim­nis sei­ner sagen­haf­ten Lang­le­big­keit zu kom­men, begibt sie sich auf eine For­schungs­reise in die Welt der Gerät­schaf­ten. Sie fragt Kon­struk­teure und Tech­no­lo­gen, Desi­gner und Öko­no­men, His­to­ri­ker, Theo­lo­gen und Psy­cho­lo­gen: In wel­chem Ver­hält­nis ste­hen wir zu unse­ren Erzeug­nis­sen? Und wie ver­än­dert sich diese Bezie­hung? Auf ihrem Trip begeg­net Car­men den Men­schen, die einst ihr RG 28 gebaut haben. Sie hört Geschich­ten von einer frem­den, unter­ge­gan­ge­nen Wirt­schafts­form, einem Sys­tem, in dem die Mit­ar­bei­ter sich mit „ihrem“ Betrieb und „ihren“ Pro­duk­ten voll­kom­men iden­ti­fi­zie­ren konn­ten. Ist die innere Ver­bun­den­heit des Schöp­fers mit sei­nem Werk die wesent­li­che Vor­aus­set­zung für ein gutes Pro­dukt? Macht es einen Unter­schied, ob wir Dinge her­stel­len, um einen Unter­neh­mer oder einen Akti­en­be­sit­zer noch ein biss­chen rei­cher zu machen, oder ob wir Dinge schaf­fen, von denen wir glau­ben, dass die Men­schen sie brau­chen? Und: Warum wer­fen wir viele Geräte schon nach weni­gen Jah­ren wie­der auf den Müll?