Was ist wirklich drin?

Das Zuta­ten­ver­zeich­nis von Lebens­mit­teln rich­tig lesen

Nähr­wert­an­ga­ben, Inhalts­stoffe, E-Num­mern und All­er­gene – all diese Anga­ben fin­den sich auf den Eti­ket­ten von ver­pack­ten Lebens­mit­teln, etwa auf Sport­ler­nah­rung wie Eiweiß-Shakes oder Ener­gie-Rie­geln. Was viele Ver­brau­cher nicht wis­sen: Die Rei­hen­folge der Bestand­teile unter dem Stich­wort Zuta­ten erfolgt kei­nes­wegs zufäl­lig. Sie gibt die Men­gen­ver­hält­nisse an. An ers­ter Stelle steht die Haupt­zu­tat, am Ende der Liste die Zutat, die den gerings­ten Anteil im Pro­dukt aus­macht.

Als Zuta­ten gel­ten auch Zusatz­stoffe, erläu­tert Dr. Anja Hartl vom Lebens­mit­tel­la­bor SGS Insti­tut Fre­se­nius: „Zusatz­stoffe wer­den Lebens­mit­teln aus tech­no­lo­gi­schen Grün­den hin­zu­ge­fügt, etwa zur Säue­rung oder zur Fär­bung. Die­ser tech­no­lo­gi­sche Zweck muss auch immer genannt wer­den.“ Die Zuta­ten­liste von Ener­gie-Rie­geln ent­hält dann bei­spiels­weise „Säu­re­regu­la­tor: Citro­nen­säure“, bei Eiweiß-Shakes „Emul­ga­tor: Soja-Leci­t­hin“.

Ganz wich­tig für All­er­gi­ker: Die vier­zehn Lebens­mit­tel, die bei der euro­päi­schen Bevöl­ke­rung die häu­figs­ten Lebens­mit­tel­all­er­gien aus­lö­sen, etwa Soja, Eierei­weiß oder Milch­ei­weiß, müs­sen immer erkenn­bar sein. „Die Kenn­zeich­nungs­pflicht von All­er­ge­nen gilt ohne Wenn und Aber“, erklärt SGS-Exper­tin Dr. Anja Hartl. Das heißt: Auch Stoffe, die einem Lebens­mit­tel wäh­rend der Pro­duk­tion zwar zuge­setzt, ihm aber anschlie­ßend wie­der ent­zo­gen wur­den, müs­sen auf dem Eti­kett genannt wer­den. Schließ­lich könn­ten auch Reste davon bei All­er­gi­kern gesund­heit­lich pro­ble­ma­tisch sein. (djd)

Foto: djd/SGS­/s­tokkete-Foto­lia