Nächste Ausfahrt – Maulbronn

Ein Streif­zug durch die abwechs­lungs­rei­che Muse­en­land­schaft

Rund 20 Kilo­me­ter nörd­lich von Pforz­heim ver­birgt sich ein kul­tu­rel­ler Geheim­tipp: das Klos­ter Maul­bronn. Als UNESCO Welt­kul­tur­erbe aus­ge­zeich­net, zeigt es eine beson­dere Strahl­kraft, die auf die Ent­ste­hungs­ge­schichte des Klos­ters selbst zurück­geht, und ohne die das kul­tu­relle Ange­bot und die abwechs­lungs­rei­che Land­schaft der Maul­bron­ner Museen nicht denk­bar wären.

UNESCO Welt­kul­tur­erbe Klos­ter Maul­bronn
Das Herz der idyl­li­schen Klein­stadt Maul­bronn Stadt begann 1147 mit dem Bau einer roma­ni­schen Kir­che zu schla­gen. Über vier Jahr­hun­derte hin­weg wuchs die Abtei zu einer klös­ter­li­chen Anlage heran und gewann zuneh­mend an Bedeu­tung. Heute ist sie die best­erhal­tene mit­tel­al­ter­li­che Klos­ter­an­lage nörd­lich der
Alpen. Mehr Infos unter www.kloster-maulbronn.de.

Lite­ra­tur­mu­seum „Besu­chen, Bil­den, Schrei­ben“
Im Klos­ter­hof zeigt ein brei­tes Spek­trum an lite­ra­ri­schen Per­sön­lich­kei­ten und deren Bezug zu Maul­bronn auf. Die bei­den bekann­tes­ten Maul­bron­ner Schü­ler wer­den in einem Filmin­ter­view vor­ge­stellt: Fried­rich Höl­der­lin und Her­mann Hesse. Wei­tere Infos unter www.maulbronn.de.

Museum auf dem Schaf­hof
Unweit des Klos­ters liegt auf dem Pla­teau eines his­to­ri­schen Stein­bruchs der Schaf­hof. Noch heute prä­gen baro­cke Fach­werk­ge­höfte und stei­nerne Scheu­nen­bau­ten des­sen Bild. Das „Museum auf dem Schaf­hof“ stellt Ver­flech­tun­gen des Klos­ters mit der bäu­er­li­chen und hand­werk­li­chen Kul­tur der Orts­ge­mein­schaft dar. Muse­ums­kü­che, Schmiede, Apo­theke und wech­selnde Aus­stel­lun­gen zeich­nen ein Bild der Ent­wick­lung Maul­bronns.

Der Schaf­hof ist auch Hei­mat der „10 Maul­bron­ner Köpfe“, den Büs­ten bekann­ter ehe­ma­li­ger Klos­ter­schü­ler, dar­un­ter Her­mann Hesse, Johan­nes Kep­ler und Fried­rich Höl­der­lin.

Wei­tere Infos unter www.ghv-maulbronn.de.

Kunst­samm­lung „Jutta und Man­fred Hein­rich“
Eben­falls auf dem Schaf­hof fin­det sich diese her­aus­ra­gende Kunst­samm­lung, die sich durch die Kon­zen­tra­tion auf das künst­le­ri­sche Zen­trum Ber­lin aus­zeich­net. Die ein­zig­ar­tige Viel­falt der Ber­li­ner „Jun­gen Wil­den“, wel­che über einen Zeit­raum von 40 Jah­ren betrach­tet wird, ver­leiht der Samm­lung beson­dere Dichte. Stell­ver­tre­tend für die rund 40 in der Samm­lung ver­tre­te­nen Künst­ler sind Rai­ner Fet­ting, Wolf­gang Petrick und Johan­nes Grützke zu nen­nen. Mehr Infos dazu unter: www.kunstsammlung-heinrich.de.

Stein­hau­er­stube in Schmie
Im alten Rat­haus des idyl­li­schen Stadt­teils Schmie befin­det sich die­ses Dorf­mu­seum. Es zeich­net das Leben im 19. Jahr­hun­dert nach, in dem fast alle Män­ner Stein­hauer waren. Ein wei­te­res Spe­zi­al­thema sind die Eppin­ger Linien, ein Ver­tei­di­gungs­wall aus dem 17. Jahr­hun­dert, der bei Schmie beson­ders gut erhal­ten und an einer Stelle bei­spiel­haft rekon­stru­iert ist. Wei­tere Infos unter www.maulbronn.de.