Psychostress durch Kollegen

Rechts­tipp bei Mob­bing: Betrof­fene soll­ten sich in jedem Fall zur Wehr set­zen

Die lie­ben Kol­le­gen kann man sich nicht aus­su­chen – und für ein ent­spann­tes Arbei­ten muss man auch nicht gleich pri­vat befreun­det sein. Was aber, wenn einem ein ande­rer Mit­ar­bei­ter täg­lich die Hölle heiß macht und jeder Arbeits­tag zur Tor­tur wird?

Mob­bing kann krank machen, Betrof­fene soll­ten sich in jedem Fall zur Wehr set­zen“, rät Robert Mud­ter, Part­ner­an­walt von Roland Rechts­schutz aus der Frank­fur­ter Kanz­lei Mud­ter und Col­le­gen. Exis­tiere ein Betriebs­rat, sollte die­ser mit­ein­be­zo­gen wer­den. Er helfe bei einer Beschwerde gegen­über dem Arbeit­ge­ber.

Arbeit­ge­ber muss den Ange­stel­len unter­stüt­zen
Aber auch ohne Betriebs­rat muss der Arbeit­ge­ber seine Mit­ar­bei­ter bei einer Lösung unter­stüt­zen. Das Unter­neh­men hat die Mög­lich­keit, den mob­ben­den Mit­ar­bei­ter abzu­mah­nen oder zu kün­di­gen. „Hilft dies alles nichts, hat das Mob­bin­g­op­fer gegen­über dem Arbeit­ge­ber und dem Mob­ber einen Unter­las­sungs­an­spruch, aber auch ein Anrecht auf Scha­den­er­satz, was die Gerichte mitt­ler­weile auch aner­ken­nen“, so Mud­ter.

Volle Dar­le­gungs- und Beweis­last liegt beim Betrof­fe­nen
Der Arbeit­neh­mer habe aller­dings die volle Dar­le­gungs- und Beweis­last für das Mob­bing und die hier­durch ent­stan­de­nen psy­chi­schen bezie­hungs­weise phy­si­schen Fol­gen. „Um die Chan­cen vor Gericht zu erhö­hen, soll­ten Betrof­fene am bes­ten ein Mob­bing­ta­ge­buch füh­ren“, rät der Jurist. (djd)

Foto: djd/Roland Rechts­schutz-Ver­si­che­rungs-AG/ki­te_­rin-Foto­lia