Tierisch gut!

Baden-Würt­tem­bergs größ­tes Tier­ge­hege in Mun­den­hof ver­führt mit sei­nem unauf­ge­reg­ten Charme

Hier kommt jeder gerne wie­der: Der Mun­den­hof in Frei­burg, die­ses weit­läu­fige Tier­ge­hege vor den Toren der Stadt, ist nicht nur für Fami­lien mit Kin­dern oder Groß­el­tern mit Enkeln ein loh­nen­des Ziel. Span­nend und ent­span­nend zugleich, mit einem beson­de­ren Fokus auf das Thema Nutz­tiere, ist der Mun­den­hof seit knapp 50 Jah­ren ein ganz beson­de­res Tier­ge­hege. Pferde und Esel gibt es hier. Und Kamele. Aber auch ver­schie­dene Affen, Aqua­rien und die Stars der Truppe, die Erd­männ­chen. Und jede Menge Platz gibt es auch, so dass man sich selbst an Tagen mit vie­len Besu­chern nicht gegen­sei­tig auf den Füßen her­um­steht. Die­ses unauf­ge­regte Kon­zept kommt an: „Wir wol­len kein Frei­zeit­park sein“, sagt Park­lei­te­rin Susanne Eckert selbst­be­wusst. Besu­cher aus dem Schwarz­wald, der Ortenau, dem Mark­gräf­ler­land und dem Elsass schät­zen genau die­sen Ansatz immer mehr.

Die Beliebt­heit des Tier­ge­he­ges hat viele Gründe: Da sind ein­mal die vie­len unge­zwun­ge­nen Mög­lich­kei­ten, die sich dem Publi­kum hier bie­ten, so Park­lei­ter Berno Men­zin­ger: „Man­che kom­men zum Pick­nick, andere zum Spa­zie­ren­ge­hen oder zum Jog­gen, wie­der andere machen hier­her einen Fami­li­en­aus­flug. Zu uns kom­men alle Fami­lien und alle Schich­ten.“ Dazu kom­men die vie­len Pro­gramm­punkte im Jah­res­ver­lauf, dar­un­ter ein Pfer­de­floh­markt im April oder das Mon­go­len­fest im Juli, das stets ein gro­ßer Publi­kums­ma­gnet ist. Das Schönste am Mun­den­hof ist aber vor allem, dass man hier als Besu­cher auch kom­plett auf ein vor­ge­fer­tig­tes Pro­gramm ver­zich­ten und ein­fach den Kame­len, den Eseln oder den Watussi-Rin­dern beim Nichts­tun zuschauen kann.

Der Mun­den­hof ist eine Frei­bur­ger Erfolgs­ge­schichte, die Jahr für Jahr behut­sam wei­ter ent­wi­ckelt wird. Ein nächs­ter Schritt auf die­sem Weg: Die Ansied­lung der sel­te­nen Sibi­ri­schen Bunt­mar­der, die ab Ende 2017 das Gehege bevöl­kern sol­len. Nur ganz wenige Zoos und Tier­ge­hege in Deutsch­land haben diese sel­te­nen Tiere im Pro­gramm. „Jeder beglück­wünscht uns zu die­ser Ent­schei­dung“, sagt Berno Men­zin­ger, der sich bereits auf die neuen Publi­kums­ma­gnete freut.

Dass es bis zum Ein­zug der Mar­der noch ein wenig hin ist, stört der­weil nie­man­den. Denn: Auf dem Mun­den­hof leben rund 300 Exem­plare von rund 30 ver­schie­de­nen Tier­ar­ten. Mit einer Flä­che von 38 Hektar ist der Hof, des­sen Geschichte bis ins Mit­tel­al­ter zurück­reicht, das größte Tier­ge­hege im Land. Der Mun­den­hof ist an 365 Tagen im Jahr geöff­net und kos­tet kei­nen Ein­tritt, ledig­lich fürs Par­ken fällt eine Tages­ge­bühr von 5,- € an. Groß­ver­an­stal­tun­gen wie das Mit­tel­alt­er­fest (14. Mai, 11 – 17 Uhr), das Som­mer­sonn­wend­feuer (21. Juni, ab ca. 21 Uhr), das Herbst- und Kür­bis­fest (8. Okt., 11 – 17 Uhr) und das alle zwei Jahre statt­fin­dende Krip­pen­spiel mit den Tie­ren des Gehe­ges (16. & 17. Dez.) kos­ten für Erwach­sene Ein­tritt, Kin­der sind frei.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen www.freiburg.de/mundenhof

Fotos: Sal­zer-Deckert